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BayWISS-Kolleg Sozialer Wandel www.baywiss.de

Projekte im Kolleg Sozialer Wandel

© Joel Mott / unsplash.com

Heimat schmeckt nach Liwanzen. Leibliche Heimaterfahrungen am Beispiel von Heimatvertriebenen und (Spät-) Aussiedlern

Die Flucht vor Krieg und Armut, aber auch transnationale Arbeitsmigration und zunehmend die Auswirkungen durch Klimaschäden führen zu den global größten Migrationsbewegungen seit deren Aufzeichnung. Die Dissertation geht der Frage nach, wie sich Menschen im Kontext erzwungener und freiwilliger Migration beheimaten. Untersucht wird dies am Beispiel von Heimatvertrieben und (Spät-) Aussiedlern. Hierbei interessiert insbesondere, welche leiblichen Heimaterfahrungen für den Prozess von Bedeutung sind. Methodologisch wird der Ansatz einer „leiblichen Praxis“ (Bedorf 2015) verfolgt, welche die beiden Theoriegebäude der Leibphänomenologie und der Praxistheorie zusammen denkt. Die Überwindung der Subjekt-Objekt-Dichotomie kennzeichnet dabei sowohl die Praxistheorie als auch die Leibphänomenologie. Es geht hierbei auch darum, die Differenzierung zwischen subjektiv erstpersonalem Erleben [z.B. Heimat schmeckt für mich nach Liwanzen] und habitualisierten Körper-Routinen [z.B. Heimaterfahrung im Backen von Liwanzen] herauszuarbeiten. Neben den Alltagsroutinen interessieren besonders die leiblich erfahrenen Irritationen und Improvisationen in der Praxis der Beheimatung.

MITGLIED IM KOLLEG

seit

Betreuer Ludwig-Maximilians-Universität München:

Prof. Dr. Magnus Treiber

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:

  • Ethnologische Migrationsforschung
  • Stadtethnologie
  • Ethnologie und Soziale Arbeit
  • Ethnologische Theorie und Methode
  • Existenzethnologie


Regionaler Schwerpunkt: Horn von Afrika, insbesondere Eritrea und Äthiopien

https://www.ethnologie.uni-muenchen.de/personen/professorinnen/treiber/index.html

Betreutes Projekt:
Heimat schmeckt nach Liwanzen. Leibliche Heimaterfahrungen am Beispiel von Heimatvertriebenen und (Spät-) Aussiedlern

Betreuerin Katholische Stiftungshochschule München:

Prof. Dr. Charlotte Uzarewicz

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:

  • Leibphänomenologie und Körpertheorien in der Pflege
  • transkulturelle Pflege in Theorie und Praxis
  • Neue Ästhetik, Raumtheorien und Raumgestaltung im Gesundheitswesen (www.raumerleben.net)

Betreute Projekte:

Sibylle Ulbrich

Sibylle Ulbrich

Sibylle Ulbrich ist Sozialpädagogin (M.A.) und arbeitete seit dem Bachelorabschluss in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit.
2016 absolvierte sie den Master in Angewandten Sozial- und Bildungswissenschaften an der KSH München. Der Mastervertiefung (Angewandte Wissenschaft der Sozialen Arbeit in Communities, Netzwerken und Organisationen) folgend arbeitete sie zuletzt in der Gemeinwesenarbeit und an der Koordinationsstelle Integration in einer Kleinstadt südlich von München. In ihrer Dissertation „Heimat schmeckt nach Liwanzen. Leibliche Heimaterfahrungen am Beispiel von Heimatvertriebenen und (Spät-) Aussiedlern“ untersucht sie die Beheimatungsprozesse von Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedlern anhand einer leibphänomenologischen Rahmung.
Die Dissertation ist im Fachbereich Ethnologie angesiedelt.

Kontakt: sibylle.ulbrich(at)casabile.de

Forschungsinteressen:

  • Migrationsforschung
  • Leibphänomenologie
  • Inklusionsforschung und inklusive Forschung
  • Politische und kulturelle Bildung
  • Bürgerschaftliches Engagement

Vorträge:

Ulbrich, Sibylle (2019): „Heimat schmeckt nach Liwanzen. Leibliche Heimaterfahrungen am Beispiel von Heimatvertriebenen und (Spät-) Aussiedlern." Vortrag im Rahmen der Zwischentagung des BayWISS-Verbundkollegs Sozialer Wandel 8. – 9.11.2019 an der Katholischen Stiftungshochschule München.

Ulbrich, Sibylle (2019):

. "Heimat schmeckt nach Liwanzen – Leibliche Heimaterfahrungen als Praktik des Erzählens und Erinnerns". Vortrag im Rahmen der Int. Fachtagung vom 24./25.10.2019: "Migration. Erinnern. Praktiken des Erzählens und Erinnerns in der Migrationsgesellschaft." Tagungsbericht online abrufbar unter: giso-journal.ch/article/view/GISo.2020.1.7/1297.

Ulbrich, Sibylle (2019): „Heimat schmeckt nach Liwanzen“. Posterpräsentation im Rahmen des Jahreskolloquium des Bayerischen Wissenschaftsforum am 12.06.2019. Thema „Human Enhancement“. Teilnahme mit Posterpräsentation: Vertretung des BayWISS-Kollegs „Sozialer Wandel“.

Ulbrich, Sibylle (2019): „Inklusion ist … ein Paradigmenwechsel in der Sozialarbeitsforschung?!“ Vortrag im Rahmen der Jahrestagung 29./30.04.2016. Beiträge zur Inklusionsforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit/Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf.

 

Publikationen:

Ulbrich, Sibylle (2016): Inklusion ist … ein Paradigmenwechsel in der Sozialarbeitsforschung?! In: Christian Spatscheck und Barbara Thiessen (Hrsg.): Inklusion und Soziale Arbeit – Teilhabe und Vielfalt als gesellschaftliche Gestaltungsfelder. Verlag Barbara Budrich, 2016, Reihe: Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit, Band 14. S. 241-252.

Schulte-Spechtel, M./Ulbrich S. (2015): Der Bezirk das (un)bekannte Wesen!? In: Boeser-Schnebel, Christian (Hrsg.), Kral, Gerhard (Hrsg.), Sell, Michael (Hrsg.): Mehr Demokratie (er)leben! – Beispiele gelungener Politischer Bildung, 1. Aufl. Münster: Klemm & Oelschläger. S.169-176.

 

Vergangene Forschungsprojekte:

KSH München, Abt. Benediktbeuern/Bezirk Schwaben/Bezirksjugendring Schwaben:

Forschungsprojekt „Forum Politische Bildung Schwaben“ 2012-2016: Mitkoordination von Rundbriefteam und Veranstaltungen, Mitwirkung bei Weiterentwicklung, regelmäßige Beiträge zur politischen Bildung. Online abrufbar unter: www.politische-bildung-schwaben.net

 

    Koordination

    Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Anregungen zum Verbundkolleg Sozialer Wandel.

    Dr. Marcel Scholz

    Dr. Marcel Scholz

    Koordinator BayWISS-Verbundkolleg Sozialer Wandel

    Otto-Friedrich-Universität Bamberg
    Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik
    Markusplatz 3
    96047 Bamberg

    Telefon: +49 951 8631982
    sozialer-wandel.vk@baywiss.de